ITEA 2 Symposium: Europas führende Rolle bei Software-intensiven Systemen
Es ist eine paradoxe Tatsache, dass Europa in Wissenschaft und Forschung eine führende Stellung einnimmt, jedoch nicht bei der Umsetzung von Forschungsergebnissen in konkrete Produkte. Dies, gepaart mit Defiziten an den Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, ist eine wesentliche Motivation für das europäische Forschungsprogramm „Information Technology for European Advancement“ (ITEA). Die Beseitigung dieser im globalen Vergleich erkennbaren Missstände hat für die europäische Wirtschaft, und dort besonders für den Industriesektor, eine strategische Bedeutung.
ITEA unterstützt die europäische Industrie dabei, im Bereich Software-intensiver Systeme eine führende Rolle zu übernehmen. Dies sind Systeme, in denen die Software einen signifikanten Anteil an der Funktionalität, an den Entwicklungskosten und der Entwicklungszeit ausmacht. Ihre weite Verbreitung macht sie zu einer branchenübergreifenden Schlüsseltechnologie – ein Trend, der durch die rasanten Fortschritte im Bereich von Embedded-Systemen zusätzlich an Bedeutung gewinnt.
"The core challenge of ITEA 2 is to face up to the dramatic shift to embedded SiS that is affecting all aspects of everyday life…"
(von der ITEA 2 Website; SiS = Software-intensive Systems)
Nach dem Erfolg von ITEA wird die Forschungsinitiative jetzt mit neuen Projekten als ITEA 2 fortgesetzt. Bei ITEA 2 liegt der Schwerpunkt besonders auf der Entwicklung und Verwendung von Embedded-Systemen.
ITEA 2 Symposium
Das ITEA 2 Symposium fand am 18. und 19. Oktober 2007 im Berliner Kongresszentrum statt. Zahlreiche Projekte aus Wirtschaft und Wissenschaft präsentierten sich dort mit ihren Ergebnissen, und mehrere hundert Interessenten informierten sich über die neuesten Entwicklungen in den unterschiedlichen Technikbereichen.
Embedded Systems und PESOA
Embedded-Systeme stellen hohe Anforderungen an die Flexibilität und Qualität der Software-Entwicklungsprozesse. Sie eignen sich in besonderem Maße für eine modellbasierte Vorgehensweise und für die automatisierte Implementierung durch Generatoren. Delta Software Technology hat im Rahmen des Forschungsprojekts „Process Family Engineering in Service-Oriented Applications“ (PESOA) bewiesen, dass die Effizienz der Entwicklungsprozesse durch den Einsatz generativer Werkzeuge erheblich gesteigert werden kann. Cord Giese, Research Analyst bei Delta Software Technology, präsentierte auf dem Symposium das für PESOA entwickelte prozessbasierte Konzept für eine Produktlinienarchitektur und demonstrierte die praktische Umsetzung mit einem Beispiel aus dem Bereich Automotive.
| PESOA - Process Family Engineering Cord Giese, Research Analyst at Delta Software Technology, presented the process-based concept for a product line architecture developed for PESOA and demonstrated its practical implementation using an example from the automotive area. |
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